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KLAUSDURRER.CH

Entdeckung

Naturhistorisches Museum

Zwischen steinernen Fassaden und den Formen der Natur

Typ
Bauwerk
Geografie
Wien
KI-generierte Museumsansicht mit grosser Kuppel, Gartenflächen und Menschen mit Regenschirmen auf nassen Wegen.

Auf der anderen Seite des Maria-Theresien-Platzes wartet das Naturhistorische Museum. Der Regen begleitet uns über die Wege, auf denen sich Teile der Fassade spiegeln. Nach unserem Besuch im Kunsthistorischen Museum erscheint uns die Architektur vertraut. Doch schon beim genaueren Blick auf den Fassadenschmuck beginnt eine andere Geschichte: Hier stehen die Natur und ihre Erforschung im Mittelpunkt.

Zwei Museen als gemeinsames Ensemble

Gottfried Semper und Carl von Hasenauer entwarfen die beiden Museumsbauten im Auftrag Kaiser Franz Josephs I. Sie sollten Teil eines grösseren Kaiserforums werden, das nicht vollständig verwirklicht wurde. Bis heute prägen die einander gegenüberliegenden Gebäude den Platz.

Am Naturhistorischen Museum dauerten die Bauarbeiten von 1871 bis 1881. Die feierliche Eröffnung folgte am 10. August 1889. Seine Figuren und Verzierungen beziehen sich auf die Naturwissenschaften und die Kräfte der Natur. Unter der Kuppel steht die Widmung „Dem Reiche der Natur und seiner Erforschung“. Wir betrachten zunächst die ganze Fassade, bevor wir einzelne Figuren zwischen den Fenstern und entlang der Dachlinie suchen.

Stein und Licht in der Eingangshalle

Im Inneren richtet sich unser Blick nach oben. Eine Öffnung in der Decke der Eingangshalle erlaubt den Durchblick bis in die Kuppel. Die übereinanderliegenden Ebenen geben dem Raum Tiefe und machen seine Höhe spürbar.

Auch am Boden lohnt sich das Hinsehen. Weisser Carrara-Marmor und schwarzer Kalkstein aus Belgien gehören zu den verwendeten Materialien; die Wände sind mit Gipsmarmor verkleidet. Für unsere Bilder wechseln wir zwischen einer Übersicht und engeren Ausschnitten. Ein Stück Boden, eine Säule und ein heller Durchblick können zusammen bereits eine kleine Geschichte über den Raum erzählen.

Fotografie-Lightbox

Von grossen Räumen zu kleinen Strukturen

In den Ausstellungsräumen verändert sich unser Massstab. Nach den Fassaden und hohen Hallen beschäftigen uns die Formen einzelner Objekte. Wir nehmen uns Zeit für Kanten, Oberflächen und Muster. Besonders bei Mineralen fällt auf, wie unterschiedlich Licht auf glatte Flächen und unregelmässige Bruchstellen trifft.

Beim Fotografieren durch Glas achten wir auf Spiegelungen. Schon ein kleiner Schritt zur Seite verändert, was neben dem Ausstellungsstück sichtbar wird. Manchmal lassen wir die Kamera sinken und betrachten ein Objekt erst aus mehreren Richtungen. So wird aus dem Museumsbesuch eine Folge genauer Beobachtungen: vom steinernen Gebäude bis zu den feinen Strukturen der Natur.

Auf einen Blick

Bauarbeiten am Gebäude
1871–1881
Architekten
Gottfried Semper und Carl von Hasenauer
Feierliche Eröffnung
10. August 1889
Auftraggeber
Kaiser Franz Joseph I.
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Einordnung

Quellen
Quelle Typ Herausgeber Abgerufen am
Naturhistorisches Museum Wien – Architektur und Baugeschichte (öffnet in neuem Tab) Offizielle Quelle Naturhistorisches Museum Wien 18. September 2026